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Den Holzboden ölen oder lackieren?

Lackierte Holzböden

Lackierte Böden sind durch den Lack sehr widerstandsfähig und können unkompliziert gepflegt werden.

In Bereichen, wo der Boden sehr stark beansprucht wird und wo der Boden oft Feuchtigkeit ausgesetzt ist, wirkt sich die Lackschicht vorteilhaft aus.

Wenn der Boden zerkratzt ist, kann der Lack angeschliffen werden und wird dann überlackiert. Beispielsweise mit Bona Fußbodenlack, der sehr widerstandsfähig ist.

Geölte Holzböden

Oxidative Naturöle auf Leinölbasis erhalten die Diffusionsoffenheit / Atmungsfähigkeit des Holzes. Das heißt, das Holz kann Luftfreuchtigkeit aufnehmen oder abgeben.
Dadurch trägt geöltes Parkett dazu bei, hohe Luftfeuchtigkeiten zu verringern und schafft ein angenehmes Raumklima. Zusätzlich wird Schimmel in der Wohnung so die Lebensgrundlage entzogen.

Viele Kunden legen auch Wert darauf, dass sie das Holz bei einem geölten Holzboden noch richtig spüren können.
Im Gegensatz zu einem geölten Holzboden befindet sich das Holz bei einem lackierten Holzboden unter der Lackschicht. Sie können das Holz zwar sehen, aber nicht mehr spüren.
Sollten Sie daheim gerne barfuß laufen, ist es bei einem lackierten Holzboden unangenehm, dass die Füße etwas am Lack kleben bleiben.

Ein sehr großer Vorteil der geölten Holzböden besteht darin, dass kleinere Kratzer kein Problem sind, weil sie nicht mehr auffallen, wenn der Boden nachgeölt wird.
Auch ein geölter Holzboden mit Kratzern, der ansonsten gut gepflegt ist, sieht noch gut aus.

Wenn ein geölter Holzboden gut gepflegt wird, d. h. nicht durch Unachtsamkeit zerkratzt wird und immer rechtzeitig nachgeölt wird, muss dieser nie abgeschliffen werden.

Der Lack eines lackierten Holzboden löst sich früher oder später vom Holz ab, weil das Holz durch die Änderung der Luftfeuchtigkeit aufquillt und sich zusammenzieht.
Der Lack beginnt immer zuerst, sich an den Rändern der Holzdielen oder der Parkettstäbe abzulösen. Dadurch entstehen helle Stellen, die sich schnell vergrößern.

Kratzer im Lack können nicht repariert werden. Sie sind erst weiß und werden später durch kleine Schmutzpartikel grau.

Durchschnittlich muss ein lackierter Boden nach 10 Jahren abgeschliffen werden.

Naturholzböden für das Bad

Die Firma Krottenthaler bieter gedämpfte Holzböden an, bei denen die Fugen ca. 1 cm breit mit Spezialspachtel ausgefugt werden.

Der Fugenkitt wird auch an allen Begrenzungen zur Wand hin zwischen Holzboden und Wand angebracht.

Dadurch kann kein Wasser unter den Holzboden gelangen. Der Holzboden ist komplett gegen Wasser abgedichtet.
Da der Boden gedämpft ist, ist auch das Holz sehr widerstandsfähig gegen Wasser.

Krottenthaler Holzboden (Holzböden, auch für das Bad)

Holzböden frisch Ölen

Intensivreinigung statt abschleifen

Wer sein Parkett oder seinen Holzboden zu oft abschleift, verschwendet die Nutzschicht, die ohnehin meistens nur 3 bis 3,5 mm dick ist.

Ist der Holzboden nur deswegen unansehnlich, weil er zu lange nicht nachgeölt wurde und sich Schmutz in die Holzporen gesetzt hat, genügt es bei nicht zu starker Verschmutzung oft, den Boden mit einer Poliermaschine, Intensivreiniger und Reinigungspads zu reinigen. Dabei wird das alte Holzöl entfernt.

Der Boden kann dann wieder frisch eingeölt werden.
Der Vorteil besteht darin, dass kein Holz von der wertvollen Nutzschicht abgeschliffen werden muss.

Geöltes Parkett rechtzeitig nachölen

Wie oft wird geöltes Parkett nachgeölt?

Geöltes Parkett muss regelmäßig nachgeölt werden:

  • stark beanspruchte Bereiche wie ein Hauseingang oder der Boden vor der Terrassentüre zum Garten muss ca. 2mal im Jahr nachgeölt werden.
  • wenig beanspruchte Bereiche wie das Schlafzimmer werden etwa alle drei Jahre nachgeölt.

Ölen Sie Ihren Parkettboden unbedingt nach, bevor sich Laufspuren bilden!

Wie wird geöltes Parkett nachgeölt?

Reinigen Sie den geölten Holzboden, den Sie frisch nachölen möchten, vor dem Ölen nebelfeucht mit Wischwasser und verwenden Sie einen Reinigungszusatz ohne Pflegeöle.
Lassen Sie den Boden dann über Nacht trocknen und kontrollieren Sie vor dem Ölen, ob der Boden wirklich trocken ist.

Grundreinigung bevor der Holzboden geölt wird: mit einem Intensivreiniger, zum Beispiel Auro Kraftreiniger oder Livos Intensivreiniger.

Die einfachste Methode

Die einfachste Methode besteht darin, einen Bodenwischer und ein nicht zu dünnes, fusselfreies Baumwolltuch zu verwenden.

Befestigen Sie das Baumwolltuch gut mit Sicherheitsnadeln, so dass es sich nicht lösen kann. 
Das Baumwolltuch muss dick genug sein, so dass das Öl auch in die Maserung des Parkettbodens einmassiert werden kann und überstehendes Öl wieder aus der Maserung aufgesaugt wird. 

Geben Sie nun ein wenig Öl auf den Boden und bewegen Sie den Wischer etwa so, als ob Sie den Boden wischen würden.
Achten Sie darauf, dass der Boden nur dünn mit Öl benetzt wird und geben Sie erst dann zusätzliches Öl auf den Boden, wenn der Boden nicht mehr ausreichend geölt wird.

Für diese Methode sind nur dünnflüssige Öle geeignet, zum Beispiel das Bivos-Ölwachs von Livos.

Da die dünnflüssigen Öle weniger Harze enthalten und insgesamt dünner aufgetragen werden müssen, ist der Schutzeffekt geringer und der Boden muss öfter nachgeölt werden.

Die bessere Methode

Etwas aufwändiger ist es, eine Parkett-Poliermaschine zu verwenden.

Der Vorteil der Poliermaschine besteht darin, dass das Öl durch die oszillierende Bewegung (rechts - links - rechts - usw.) von allen Richtungen in die Holzmaserung einmassiert wird.

Sie können hier auch dickflüssiges Holzöl verwenden, das ein stärkere ind länger anhaltende Schutzwirkung hat, zum Beispiel Naturölsiegel (Livos), Fußbodenhartöl (Auro), PurSolid (Kreidezeit) u. v. a. 

Zusätzlich entfernen die speziellen mittelharten Unterlagspads, die für das Ölen verwendet werden, hartnäckigen Schmutz, der sich ansonsten nicht ablösen würde. 

Am besten tragen Sie das Öl mithilfe einer ölfesten Farbrolle (bei manchen Rollen lösen sich durch das Öl und die Lösungsmittel die Haare der Rolle ab!) und einer Farbschale, in die Sie das Öl aus der Dose gießen, dünn auf den Boden auf und verteilen es sofort gleichmäßig mit der Oszillationsmaschine. 

Es erleichtert die Arbeit maßgeblich, wenn Sie dabei zu zweit sind.

Alternativ könne Sie das Öl auch vorsichtig aus der Dose auf den Boden träufeln. Sie benötigen dann aber einige Erfahrung, damit Sie nicht zu viel Öl nehmen.

Gießen Sie das Öl aber niemals großzügig aus der Dose auf den Boden, auch wenn das in manchen Videos so vorgemacht wird:
Wenn Sie das Öl aus der Dose auf den Boden gießen, verteilen Sie viel zu viel Öl auf dem Boden, das dann nicht vollständig einziehen kann und einen unansehnlichen Oberflächenfilm bildet!

Wie ein unbehandelter Parkettboden mit Auro-Holzöl behandelt wird, können Sie hier sehen: Auro Anwendung Holzboden

Frisch geöltes Parkett 24 Stunden nicht betreten und 6 Wochen nicht wischen

Sie müssen beim Ölen des Parketts unbedingt darauf achten, dass Sie fertig geöltes Parkett nicht wieder betreten!
Die Fußabdrücke im feuchten Öl können auch durch nachölen nicht vollständig entfernt werden!

  • Ölen Sie vom Fenster zur Türe.
  • Stellen Sie vor dem Beginn der Arbeit sicher, dass die Fenster geschlossen, die Heizungen (mittlere Raumtemperatur im Winter!) auf der korrekten Position eingestellt sind und keine wichtigen Gegenstände im Zimmer liegen (Handy, Schlüssel, etc. auf der Fensterbank?), so dass Sie den Raum nicht wieder betreten müssen.
  • Lassen Sie das fertig geölte Parkett mindestens über Nacht, besser 24 Stunden, trocknen. Trockenes Öl fühlt sich auch trocken an und klebet nicht, wenn Sie es mit der Hand probehalber berühren.

Denken Sie daran, dass Sie den geölten Parkettboden in den ersten sechs Wochen nicht wischen, da das Öl erst nach 6 Wochen seine endgültige Härte erreicht. 

Eine mit Fußboden-Hartöl behandelte Oberfläche ist sehr hart und strapazierfähig, aber nicht so hart, wie ein Fußbodenlack

Vorteile lackierter Holzböden

Für stark beanspruchte Bereiche ist es oft sinnvoll, einen lackierten Holzboden zu verlegen:

  • Lack benötigt viele Jahre keine besondere Pflege. Der Aufwand, den Holzboden regelmäßig nachzuölen, kann im gewerblichen Bereich nicht geleistet werden und kann zu Umsatzausfällen führen.
    (z. B. wenn in einem Ladengeschäft das Inventar herausgeräumt werden muss.)
  • Lack hilft, wenn Sie keine Kontrolle darüber haben, welche Reinigungsmittel verwendet werden.
    (Große Putzdienste, wechselndes Personal)
  • Wenn mit Chemikalien umgegangen wird, die einen geölten Holzboden angreifen würden, muss der Boden lackiert werden.
  • Getränke und Lebensmittel fallen häufig auf den Boden und können nicht sofort aufgewischt werden, wie z. B. in Clubs.

Lackierte Holzböden eigenen sich meistens gut für stark beanspruchte Verkaufsräume im gewerblichen Bereich, da der Lack sehr hart ist und die üblichen Bodenreinigungsmittel (ohne Chlor!) für lackierte Böden geeignet sind.

Aufwand für das Abschleifen bei lackiertem Boden

Weil der Lack sehr hart ist, ist der Aufwand, diesen bei einer Renovierung zu entfernen, auch dementsprechend höher als bei geöltem Parkett. (siehe Bild: Abschleifen des Lackes von Parkett mit einer Bandschleifmaschine)

Bei lackierten Böden ist es wichtig, einen hochwertigen und für die starke Beanspruchung ausgelegten Holzlack zu verwenden, zum Beispiel Bona Traffic.

Parkett abschleifen durch erfahrene Parekttleger. Hier: Lack von Parkett abschleifen