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Fertigparkett

Im Unterschied zum ursprünglichen Parkett muss Fertigparkett muss nach dem Verlegen nicht geschliffen werden, sondern wird bereits fertig geölt geliefert.
Daher kommt der Name "Fertig"parkett.

Es genügt, nach dem Verlegen eine erste Einpflege mit leichtem Pflegeöl vorzunehmen und den Holzboden mit den vorgeschriebenen Wischwasserzusätzen zu pflegen, um Fertigparkett in einem guten Zustand zu erhalten.

Fertigparkett gibt es in den Varianten Landhausdiele, Schiffsbodenparkett und Fertigparkettstab.

Designbeispiele

Hainparkett

  1. Produktion und Veredelung der Deckschicht in Bayern
  2. Stilvolle Farbgebung
  3. Maserung mittig zur Diele ausgerichtet

Hain Eiche Classic, farblos geölt, 16 cm Landhausdiele

Edeldielenmanufaktur

  1. Österreichische Produktion, 4 mm Nutzschicht, kreuzverleimte Gebirgseiche.
  2. Individuelle Kombination aus drei Sortierungen, vier Breiten, versch. Längensystemen, 20 Farben und 20 Oberflächen.

Edeldielenmanufaktur: Eiche Landhausdiele weiß geölt, Küche mit Holzboden

Berg & Berg

  1. Fertigparkett Landhausdiele und Schiffsboden
  2. Natürliche, rustikale Holzböden mit natureplus-Zertifizierung
  3. SwedLock: selbstausrichtendes System, auch schwimmende Verlegung

SwedLock: Klick-Feder-Verbindung von Berg und Berg

Fertigparkett Aufbau

Fertigparkett besteht aus zwei Schichten: Trägerschicht und Nutzschicht.

Die Nutzschicht ist das Edelholz, das auf der Oberseite sichtbar ist.
Die Trägerschicht kann aus aus Fichtenholz (eine Lage oder zwei Lagen) oder einem anderen Material bestehen, wie Multiplex oder manchmal Holzfaser (minderwertiges Parkett).

Eine Trägerschicht aus Fichtenholz ist die Regel.

Wenn zur Nutzschicht noch eine Lage querverleimte Fichtenholzstäbchen hinzu kommen, spricht man von Zweischichtdielen.
Kommen zur Nutzschicht noch zwei Lagen hinzu: querverleimte Fichtenholzstäbchen und zusätzlich eine einige Millimeter dicke Fichtenholz-Gegenzugsschicht, so spricht man von Dreischichtdielen: Nutzschicht + zwei mal Fichtenholz = 3 Schichten.

Verlegung von Fertigparkett

Verklebung auf dem Untergrund: Nut und Feder-Systeme

Fertigparkett kann wie jeder Holzboden auf festen und staubfreien Untergründen verklebt werden.

Zur Verklebung von Parkett wird der Boden mit Hilfe einer Zahnspachtel mit dem Parkettkleber gleichmäßig bestrichen und die Parkettdielen oder Parkettstäbe werden in das Kleberbett gelegt.

Eine schnelle Verlegung ist mit den klassischen Nut und Feder Systemen möglich. Die Parkettelemente werden dabei ineinander gesteckt und mit dem Schlagholz zusammengeschoben. 

Wenn die Nut in die Feder geschoben wird, wird das Holz auf dem Kleberbett quer und längs um ca. 5 mm verschoben, so dass der Kleber zusätzlich an die Parkettunterseite gepresst wird und diese großflächig benetzt, was für die Haltbarkeit vorteilhaft ist.

Selbstausrichtende Systeme, Klickparkett

Viele Parketthersteller modifizieren die Nut und die Feder so, dass beide beim Verlegen ineinander einrasten.

Dadurch wird gewährleistet, dass sich die Verbindung nicht mehr von selbst lösen kann und dass die Dielen nach dem Verlegen korrekt und schön parallel nebeneinander liegen.

Bei der so genannten Klickverbindung werden die Dielen leicht schräg angesetzt und dann nach unten gedrück, bis sie einrasten. Daher der Name "Klick"parkett.

Die Firma Berg&Berg bietet das SwedLock (Copyright) System an. Die Verbindung biegt sich beim Verlegen leicht auf und schnappt dann zu.

Beim SwedLock System von Berg&Berg werden die Dielen nicht schräg angesetzt, sondern flach ineinander geschoben. Das hat den Vorteil, dass die Parkettdiele im Kleberbett genau so wie bei Nut und Feder längs und quer verschoben wird und zusätzlich mit Kleber benetzt wird, wenn der Holzboden verklebt wird.

Alle selbstausrichtenden Systeme sind durch die Verbindungssysteme in sich stabil, weshalb sie auch schwimmend ohne Verklebung mit dem Untergrund verlegt werden können.

Was ist zweischicht Stabparkett?

Zweischicht-Stabparkett besteht aus zwei Schichten:

  1. Die unterste Schicht besteht aus quer verleimten kurzen Fichtenholz-Stäben, die ca. 5mm dick sind und einen Abstand von einigen Millimetern zueinander haben.
  2. Die oberste Schicht ist die Deckschicht aus Edelholz. Diese Nutzschicht ist 3mm bis 6mm dick.

Zweischicht-Stabparkett beginnt bei ca. 40 cm Länge und wird zum Beispiel für Schiffsbodenverlegung, englische Verbundverlegung und Fischgrätverlegung verwendet.

Zweischichtparkett muss immer vollflächig auf dem Untergrund verklebt werden.

2-Schicht Stabparkett

Der Aufbau von Zweischicht-Stabparkett

Beim Zweischichtparkett bestehen die einzelen Parkettstäbe aus zwei Schichten:

  • die Nutzschicht besteht aus Edelholz, z. B. Eiche. 
  • die Dicke der Nutzschicht sollte mind. 3mm betragen.
    (Bei JEP 4mm und 6mm Nutzschicht!)
  • die Rückseite besteht aus querverleimten Holzstäbchen aus Fichtenholz.

Zweischichtparkett Nutzschicht und Unterseite

Das Bild (oben) zeigt Zweischichtparkett.
(Der Hintergrund, Eiche Massivholzdielen, zeigt Ihnen die Größenverhältnisse)

An der Oberseite sehen Sie die unterschiedlichen Holzarten, das ist die Nutzschicht des Parketts. Diese sollte mind. 3mm stark sein.

An der Unterseite des Zweischichtparketts sehen Sie kleine Holzstäbchen aus Fichtenholz (ca. 5mm stark), die von unten quer auf die Nutzschicht geklebt wurden.

Diese Konstruktion ermöglicht es, sehr dünne Holzböden zu verlegen: 2-Schicht Parkett ist unter 1,5cm stark und erfüllt in punkto Aufbauhöhe jede Bauvorgabe!

Vorteile von Zweischichtparkett gegenüber Fertigparkett Schiffboden

Störende Übergänge, die beim Dreischicht-Parkett zwischen den Parkett-Dielen entstehen, sind bei Zweischicht Stabparkett ausgeschlossen, da die Parkett Stäbe einzeln verklebt und nach der Verklebung geschliffen und geölt werden.

Parkett: Birne Zweischicht-Parkett, Übergang bei der Türe

Eine sehr schöne Lösung, die so nur bei einzelnen Parkettstäben möglich ist (echtes Parkett, kein 3-Schicht-Fertigparkett), wurde im unten stehenden Bild für den Übergang an der Türe gefunden.

Bei Parkett muss der Übergang zwischen zwei Räumen immer mit einer Dehnungsfuge z. B. aus Kork, verbunden werden.

Das Zweischicht Parkett erlaubt es hier, die beiden Räume optisch ineinander übergehen zu lassen. Der Parkettleger hat diesen Effekt erreicht, indem er das Parkett so ausgesucht und zugeschnitten hat, dass der helle, im Bild markierte, Bereich über die Dehnungsfuge in den Nachbarraum überzugehen scheint.
Es handelt sich im Bild um Parkett der Holzart Birne.

Vorteile bei echtem Parkett:

  • Sie können aus einer Vielzahl schöner Verlegemuster wählen,
  • Parkett als Zweischichtparkett hat keine störenden Übergänge zwischen den Parkettdielen wie bei Dreischicht-Fertigparkett Schiffboden,
  • Echtes Parkett ergibt ein besonders harmonisches Gesamtbild,
  • der Parkettleger hat bei Zweischicht Parkett größere Gestaltungsfreiheit als bei Fertigparkett und kann, gerade bei der Verlegung in mehrern Räumen, dafür sorgen, dass der Parkettboden in allen Räumen eine harmonische Einheit ergibt.

Schiffsboden

Charakteristisch für Schiffbodenparkett sind die kleineren versetzt geklebten Holzelemente von ca. 7cm mal 40cm Länge.

Fertigparkett Schiffboden Verlegeoptik

Schiffsboden Fertigparkettdielen haben gegenüber einem Holhzboden in Schiffsbodenopotik, der aus einzelnen Fertigparkettstäben gelegt wird, einen kleinen optischen Nachteil:
Weil die einzelnen Holzelemente auf eine rechteckige Trägerdiele aufgeklebt sind, muss es am Rand der Fertigparkettdiele Holzelemente geben, die auf der gleichen Höhe enden. (Bild)
Somit kann man erkennen, wo die einzelnen Fertigparkett-Dielen aufhören.

Bei einem Parkettboden, der aus einzelnen 2-Schicht Stäben besteht, enden die Stäbe immer versetzt. Der Raum wirkt dadurch im Erscheinungsbild ruhiger.
Allerdings ist der Verlegeaufwand auch höher.